Rezepte

Veganes Biryani (indisches Reisgericht)

Zum Jahreswechsel waren wir in München. Am Neujahrsabend ging es zum Essen ins Ganga, ein indisches Restaurant im Glockenbachviertel. Ich war mit meinem vegetarischem Thali ganz zufrieden, aber noch besser schmeckte mir das Biryani meines Freundes. Bislang hatte ich das beim Inder nie bestellt, dachte ich doch, es sei einfach ein langweiliges Reisgericht mit etwas Gemüse… Weit gefehlt. Es war eine Geschmacksexplosion aus Ingwer, Knoblauch, Kardamom und zig anderen Gewürzen.
DAS wollte ich gern mal selber machen.

Bei der Suche nach einem veganen Rezept für ein Biryani wurde ich beim Gourmet Vegan fündig, zwar ist die Seite auf Englisch, aber das macht mir nichts aus, ich habe auch englische Kochbücher.

Übersetzt, nachgekocht, und für sehr gut befunden! Hier nun für euch, in deutscher Übersetzung, das

BYRIANI (vegan)
(Für ca. 4 Personen)

Das Biryani in diesem Rezept besteht aus drei Teilen: Der Garnitur, der Gemüsemischung mit der Gewürzpaste und dem Reis.

1. Zuerst wird die Garnitur zubereitet.

Ihr braucht hierfür folgende Zutaten:
30 g rohe Cashewnüsse
15 g Mandelflocken (ich hatte noch einen Rest gehackte Mandeln, die gingen auch)
1/2 TL Fenchelsamen
1/2 TL Schwarzkümmelsamen
1 gehäufter TL Kokosöl
2 mittelgroße rote Zwiebeln, fein geschnitten
1/4 TL Salz

Zubereitung:
Die Fenschelsamen, den Schwarzkümmelsamen, die Mandeln und die Cashewkerne zusammen in einer schweren Pfanne ohne Fett rösten. Beiseite stellen.
Das Kokosöl erhitzen, die Zwiebeln darin anbraten. Das Salz direkt zu Beginn hinzugeben. Bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten langsam Braten, die Zwiebeln sollten am Ende gebräunt sein, aber nicht verbrannt. Beiseite stellen.

2. Jetzt wird die Gemüsemischung zubereitet.

Zutaten für die Gemüsemischung:
2 EL Planzenöl
1 gehäufter TL Pflanzenöl
2 Zimtstangen
4 Kardamomkapseln
2 Lorbeerblätter
3 Nelken
3 mittelgroße Möhren, in mundgerechte Stücke geschnitten
2 mittelgroße Paprika, in mundgerechte Stücke geschnitten
225 g Bohnen
1 mittelgroße Aubergine, in mundgerechte Stücke geschnitten
150 ml vegane „Sahne“

Zutaten für die Gewürzpaste:
5 Knoblauchzehen, geschält
1 Stück frischer Ingwer, (2,5 cm), geschält und grob zerteilt
1/2 TL Koriander
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Garam Masala
1 frische grüne Chili (nach Belieben)
1/2 TL Kurkuma
1 TL Salz
100 ml Wasser

Zubereitung:
Alle Zutaten für die Gewürzpaste im Blender mixen (es ergibt eher eine Gewürzflüssigkeit 😉 ). Beiseite stellen.
Für die Gemüsemischung Pflanzen- und Kokosöl erhitzen. Die Zimtstangen, Kardamomkapseln, Lorbeerblätter und Nelken 1 Minute darin anbraten. Alle kleingeschnittenen Gemüse dazugeben, weitere 5 Minuten braten. Jetzt die Gewürzpaste hinzugeben, weitere 5 Minuten köcheln. Die Hitze runterstellen, den Deckel auf den Kopf geben und die Mischung ca. 10 Minuten dünsten. Den Herd ausstellen, die Sahne hinzugeben, umrühren und beiseite stellen.

Jetzt den Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

3. Der Reis.

Zutaten:
250 g Basmatireis (im Originalrezept steht, er soll eine Stunde vorher in Salzwasser eingeweicht werden, das habe ich mir gespart)
1 gehäufter TL Kokosöl
1 TL Salz
300 ml heißes Wasser
1 Zimtstange
3 Kardamomkapseln
1 Lorbeerblatt
2 TL Kokosraspel
Kurkumawasser (aus 60 ml Wasser mit 1/2 TL Kurkuma)

Zubereitung:
Das Kokoksöl bei mittlerer Hitze im Saucentopf erhitzen. Die Zimtstange, die Kardamomkapseln und das Lorbeerblatt für 1 Minuten andünsten, den Reis hinzugeben. Umrühren, nach einer Minute das Wasser hinzugeben. Salzen. Die Kokosraspel hinzugeben, alles zum Kochen bringen. Dann mit geschlossenem Deckel bei niedriger Hitze garen, das dauert ca. 10 Minuten (oder eben bis das Wasser vom Reis aufgenommen wurde).

4. Das Finale!
In einer ofenfesten Casserole zunächst die Gemüsemischung, die Hälfte der Zwiebelmischung und der Nussmischung (aus Schritt 1) und schließlich den Reis schichten. Mit Kurkumawasser besprenkeln. Alufolie zwischen Topf und Deckel spannen.
Im Ofen ca. 40 Minuten garen.

Den Deckel abnehmen und die Nase darüber halten… Und kollektiv „Hmmmmmmm….“ machen 😉
Es schmeckt wirklich richtig gut und die Arbeit dafür lohnt sich.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s