Leben

1. Etappe: Dortmund

​In den letzten drei Tagen lag ich mehr oder weniger nonstop wegen einer Mandelentzündung flach. Jetzt merke ich den Lagerkoller, der langsam aufkommt. Ich muss unbedingt mal raus und entscheide, den ersten Teil „meines“ Jakobsweges heute schon zu gehen, um mich an meinem ersten „richtigen“ Wandertag selbst zu entlasten.

Ich bin noch nicht wieder ganz fit, aber für ein paar Kilometer wird es reichen.

Ich starte an der Reinoldikirche.

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Hier, im Reinoldiforum, hole ich meinen ersten Stempel. Eine Pilgerin ist kurz vor mir dran und legt ihr Heft auf den Tresen. Sie ist ursprünglich mal in Osnabrück gestartet, aus dessen Umgebung sie stammt. Die letzte Etappe, die nun hinter ihr liegt, ging in 3 Tagen von Münster nach Dortmund. „Jetzt reicht es aber auch“, sagt sie. 77 km: Respekt. Ich hätte mich gern mit der Frau unterhalten, aber sie hat es eilig, zum Bahnhof zu kommen.

Normalerweise gäbe es hier die Möglichkeit, eine Art Führung durch die Reinoldikirche zu machen, aber es laufen gerade Vorbereitungen für ein Bach-Konzert. Gut, dass ich hier wohne, so kann ich die Führung ja mal nachholen.

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Also gehe ich los, durch die Fußgängerzone Richtung St. Petri, wie es in der Beschreibung steht.Es ist gerade Markt, und Straßenkünstler beleben die Einkaufsstraße. Alle hetzen vorbei und ich fühle mich irgendwie besonders, weil ich sicher die einzige bin, die einfach nur wandert. Ein Granatapfelsaft muss allerdings noch sein, der ist jetzt bestimmt gesund!

Weiter geht es über den Propsteikirchhof, wo ich eine Weile einen Gärtner im Kreuzgang beobachte, dann durch die Hansastraße hoch zur Hohen Straße, immer weiter, um dann in die Kreuzstraße abzubiegen. Bis hier gibt es eine super Ausschilderung durch die Aufkleber mit gelber Muschel auf blauem Grund. Ich mag es, wie sie in dem ganzen Spucki-Chaos fast untergehen. Nur wer drauf achtet, sieht die Muschel.

 

Danach muss ich in meine GPX-Karte gucken, um wirklich auf dem Weg zu bleiben. Arneckestraße, Wittekindstraße (vorbei an der Nicolaikirche), Lindemannstraße, B1, dann durch die Unterführung und schließlich bis zum Steinernen Turm. Geschafft: 4,5 km. Nicht viel, aber ich schwitze in meinem rekonvaleszenten Zustand. Und kann es nun kaum erwarten, dass es weitergeht.

Infos:

Stempelstelle:

Reinoldiforum, Informationszentrum der Ev. Kirche in Dortmund,

Ostenhellweg 2, 44135 Dortmund

Öffnungszeiten: dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr

Telefon: 0231 55579111
E-Mail: info(at)reinoldiforum.de

Unterkünfte (eine ganz persönliche Empfehlung von mir)

Jugendgästehaus Dortmund

Super zentral mitten in der Stadt und genau am Pilgerweg liegend!

Jugendgästehaus
Silberstr. 24 – 26
44137 Dortmund

Tel: +49 231 140074Fax: +49 231 142654Tel: +49 231 140075

E-Mail: jgh-dortmund@djh-wl.de

B&B Hotel Dortmund-Messe

Nur wenige hundert Meter vom Pilgerweg, in der Nähe der Nicolaikirche. Von hier lohnt ein kleiner Abstecher zum Sporttempel von Dortmund: Dem Westfalenstadion (heute heißt es offiziell „Signal-Iduna-Park“)

B&B Hotel Dortmund-Messe
Wittekindstraße  106
44139  Dortmund

Tel.:  +49 (0) 231 / 54955-0
Fax:  +49 (0) 231 / 54955-444
E-Mail:  dortmund-messe@hotelbb.com

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